Konfi 2.0: Wie kann Gott das zulassen?

Liebe Konfis und Konfinen,

am letzten Dienstag hatten wir viel Spaß beim Spiel "Wer bin ich?". Gegenseitig haben wir uns eine neue Identität gegeben: Von Mickey Mouse, über Pink und Annegret Kramp-Karrenbauer war alles dabei. Um herauszufinden wer wir nun sind, durften wir nur Fragen stellen, die mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden können. Bin ich weiblich/männlich? Bin ich Mensch/Tier oder etwas anderes? Bin ich real/oder ausgedacht? Kann ich etwas besonderes? Bin ich gut/böse?

Letztendlich konnten wir nicht alle unsere neue Identität herausfinden und mussten vor dem Ende etwas nachhelfen. Es war gar nicht so einfach, herauszubekommen, wer man ist, wenn man sich nicht sehen, riechen oder hören kann.

Die Fragen aus dem Spiel stellen wir uns in der Vorbereitung auf die Konfirmation auch über Gott: Ist Gott weiblich/männlich? Ist Gott Mensch/Tier oder etwas anderes?  Ist Gott real/oder ausgedacht? Kann Gott etwas besonderes? Ist Gott gut/böse?

Gerade die letzte Frage beschäftigt Menschen immer wieder besonders dann, wenn sie Zeuge von schlimmen und ungerechten Ereignissen werden: Ein Tsunami verwüstet Landstriche und tötet Menschen. Der gesund lebende und freundliche Sportlehrer bekommt Blutkrebs. Ein Busfahrer bekommt einen Herzinfat und der ganze Bus verunglückt. Ein Virus verbreitet sich für uns unsichtbar über die Menscheit und lässt den einen schwer erkranken und den anderen nicht. Mensche werden für uns ohne Grund rein zufällig Opfer.

Jetzt Fragen die Menschen: Wie kann Gott das zulassen?

Ich habe mich das auch schon gefragt. Immer wieder. Eine Antwort ist nicht einfach. Menschen, die Theologie oder Philosophie  studieren, zerbrechen sich auch darüber den Kopf. Die Frage: Wie kann Gott das zulassen? - endet in der Frage: Ist Gott allmächtig und kann er Einfluss auf die Ereignisse auf Erden nehmen? Und wenn ja, warum tut er das dann nicht? Ist Gott eigentlich gut oder böse? 

Der Satiriker Ruhte geht das ganze homuristisch an. Er vertritt in seinem Clip (hier das YuoTube-Video dazu) die Auffassung: Gott ist allmächtig, aber er hat sich entschieden, sich nicht weiter in das Schicksal der Menschen einzugreifen. Oder ist Gott nicht allmächtig? Der Schöpfer der Welt- Nein, dass kann ich nicht glauben. Und das Wort "Glauben" spielt hier für mich eine zentrale Rolle. Denn mit einem einfachen "Wer bist Du?-Spiel", mit Fragen, die nur mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden, können wir Gott nicht erfassen. Gott ist für uns als Menschen nicht in gänze begreifbar. Wir "vermenschlichen" Gott. Vielleicht ist er deshalb als Jesus auf die Welt zu uns gekommen und hat uns "menschliche" Bilder und "Sprache" gegeben, die es uns ermöglichen mit unseren begrenzten Mitteln ihn ansatzweise zu verstehen und zu begreifen.

Im Prinzip hat Jesus Christus die Theodizee-Frage durch zwei Bilder gelöst:

Er sagte, „dass das Übel eine Aufgabe an den Glauben des Menschen ist". Er selbst hat viel Leid ertragen und auf Gott vertraut. Der Mensch solle um Gottes Gerechtigkeit wissen. Dass es eine Hoffnung auf das Jenseits gibt, und dass im Paradies dem leidenden Menschen Güte und Trost gegeben wird.

und

Das wichtigste Gebot sei: Liebe Gott, ieibe dich und liebe deine Mitmenschen. Wenn wir darauf vertrauen, dass wir geliebte Geschöpfe von Gott sind, können wir uns selbst lieben wie wir sind (mit allen Schwächen und Fehlern). Diese Liebe sollen wir dann auf alle Menschen in unserer Nähe ausbreiten. So geben wir als Christen Menschen Schutz, Trost und Hilfe von Gott weiter.

Glauben kann man nicht mit dem Kopf, Glaube wächst im Herzen. Mal ist er stark, mal zweifelt man.

Ich glaube: Gott lindert und bekämpft das Böse/Unrecht indirekt. Er setzt auf uns, als seine Botschafter (Engel). Er tut Gutes, lindert Schmerzen, schafft Frieden, schütz die Natur. Durch uns. Durch mich und durch Dich.

Bis zur nächsten Woche,

dann nehmen wir das Fest "Christi Himmelfahr" unter die Lupe .

Bleibt gesund,

Euer Jugendrefernt Jörg Chilla

Konfi 2.0: Nahrung für die Seele

Liebe Konfis und Konfinen, gestern haben wir uns weiter über das Abendmahl ausgetauscht. Dabei entstand auch das Bild. Die Sprechblöasen sind mit Euren Worten gefüllt. Es gab auch viele weitere Ideen, darunter auch einige sehr lustige. Danke für Eure Beiträge.

Wir haben festgestellt, dass Jesus mit seinen Jüngern vermutlich ein besonderes Festmahl gefeiert hat. Das Pessachmahl wird von den Juden aus Anlaß der Befreiung aus der ägyptischen Skalvereit gefeirt (Wer wissen will, was bei so einer Feier passiert, kann hier etwas dazu erfahrten.)

Dann wurde es spannend, ich hatte Brot und Wein mitgebracht und einige von Euch ein Getränk und Brot am Bildschirm. Zunächst haben wir im Johannesevangelium nachgelesen, das Jesus schon früh Brot und Wein nicht nur als Nahrung für den Magen, sonder auch als Bild für Nahrung für das Herz/die Seele benutzte. Er sagte schon nach der Bergpredigt über sich: Ich bin das Brot, das Leben schenkt. Dieses Brot des Lebens teilen wir gemeinsam mit dem Wein/Saft aus dem Kelch. Dies tun wir beim Abendmahl in der Kirche in Erinnerung daran, dass Jesus seinen menschlichen Körper (Leib) durch den Tod am Kreuz für die Vergebung der Sünden (Alles, was wir tun, das uns von Gott trennt.) für uns (her)gibt. und dann tun wir es: Gemeinsam hören wir die Worte, die Jesus beim Abendmahl gesprochen hat (Einsetzungsworte) und essen und trinkien gemeinsam am Bildschirm.

Damit beenden wir das Thema Abendmahl im Konfi 2.0. Wie versprochen erhaltet ihr hier noch beispielhaft eine lutherische Abendmahlsliturgie. Denn jede evangelische Kirche nutzt zwar die Einsetzungsworte, aber in den Worten , Gebeten und Gesängen rund um das ABendmahl gibt es Varianten.

Für alle die Lust auf Rätsel haben: Hier ein Suchsel mit Lösungen zum Abendmahl.

Und schließlich noch ein Video-Link: Hier seht ihr, wie Kindern das Abendmahl erklärt wird.

Jetzt kommt bestimmt keine Langeweile auf - und nächste Woche im Konfi 2.0 erst recht nicht:

Wir spielen lustige Spiele: Montagsmaler, Wer bin ich und Tabu. Bringt bitte einen Stift und ein Blatt mit sowie den Namen einer Person (egal ob Mickey Maus, Donald Trump oder Otto...).

Allen eine gute Woche, bleibt gesund.....bis bald,

Euer Jugendreferent Jörg Chilla

 

 

Konfiarbeit 2.0: Brot und Wein mit Freu(n)den teilen!

Liebe Konfinen und Konfis,

heute war es wieder so weit: Nach dem Ende der Ferien haben wir uns im virtuellen Konfi-Unterricht getroffen.

 

Diesmal haben wir wieder mit einem Spiel begonnen: Pantomimisch musstet ihr Euch Begriffe ohne Worte erklären: Tisch, Freunde, Brot, Wein, Fest, Essen, Blut, Körper/Leib, Schuld, Vergebung und Verbindung. Das war oft nicht ganz leicht, so dass wir doch noch Umschreibende Worte zu Hilfe nehmen mussten.

Schnell war Euch klar: Es geht um das Abendmahl. Jenes für uns Christen wichtige letzte Festessen von Jesus und seinen Freunden, welches wir uns durch die Abendmahlfeier im Gottesdienst in Erinnerung rufen. Anschließend haben wir uns zwei Bilder zum Thema angesehen und darüber gesprochen, was uns auffällt. In einer Woche geht es dann darum, wie wir als evangelische Christen Abendmahl feiern und warum. Ich freue mich wieder über Eure Teilnahme.

Wie unsere letzten Treffen, war auch dieses wieder freiwillig. Wer nicht teilnehmen konnte, soll aber nicht leer ausgehen. Hier habe ich einen Link zu einem YouTube-Video, dass uns das Abendmahl und die Ereignisse drumherum, einfach erklärt:

https://youtu.be/JRcYVLLi6iA .

Und hier habe ich noch das Arbeitsblatt Abendmahl-1 und Arbeitblatt Abendmahl-2 für Euch zum download, die ich heute im Konfi 2.0 angekündigt hatte. Die Aufgabestellungen stehen drüber. (Die Sprechblasen dürfen gerne auch mit lustigen Worten und Gedanken gefüllt werden !) Das ausfüllen dauert nur wenige Minuten. Ich würde mich super freuen, wenn Ihr mir Fotos oder Screenshots von Euren fertigen Ergebnissen via Mail an freiraum.elseydontospamme@gowaway.gmail.com oder whatsapp an 0151 1048 7017 sendet.

Bleibt oder werdet bald gesund,


bis bald im Netz oder persönlich,

Euer Jörg, Elsey am 22. April 2020

Konfiarbeit 2.0: Ostern naht

Liebe Konfinen und Konfis, liebe Konfifamilien,

der Shut-Down zur Corona-Pnademie hat uns alle unvorbereitet erwischt. Nicht nur, dass wir uns nicht bis nach den Osterferein zum Gottesdienst und Unterricht sehen können, nein wir mussten auch noch die Konfirmationstermine absagen.

 

Dies alles waren schwere Entscheidungen, die wir aber guten Gewissens getroffen haben. Denn auch wir wollen dazu beitragen, Menschen vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.

 

Zum Glück gibt es die moderne Technik. So konnte ich bereits letzten Dienstag die Jugendlichen aus meinen drei Gruppen am Bildschirm wiedersehen. Das hat gut getan. Auch wenn wir uns erst einmal an das Medium Video-Konferenz gewöhnen mussten, haben wir uns doch sehen und austauschen können. Und für morgen stehen drei weitere Besuche im Virtuellen Konfi-Klassenzimmer an. Obwohl die Ferien begonnen haben, wollte ich euch die Möglichkeit geben, euch spielerisch über Ostern zu informieren auszutauschen. Wie auch schon unser letztes Treffen, wird auch dieses wieder freiwillig sein. Wer nicht teilnhemen kann, oder noch mal nachlesen möchte:

Hier finden alle Konfinen und Konfis außerdem ein paar lustige und informative YouTube-Videos, die uns Ostern erklären:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLeTbuqUKDTzuErchQ1UxoDvvVwgxnF5XK.

 

 

 Für alle Rätselfreunde gibt es dann hier die Möglichkeit das Gelernte zu testen:

kreuzwortraetsel.net/kreuzworträtsel-ostern-67.

 

Außerdem könnt ihr mit diesem Arbeitsblatt noch mal den Sinn der Feiertage rund um Ostern ergründen: (PDF als download).

Zu guter letzt möchte ich euch und eure Familien einladen, sich mit einem Osterspaziergang gemeinsam auf die Spuren der Ostergeschichte zu begeben. Ab Gründonnerstag wird es an mehreren Stationen Plakate mit Links zu Videobotschaften geben. Ihr beginnt und endet Euren Spaziergang am Ehrenmal. Auf einem Video könnt Ihr dann auch mich erleben. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dieses Angebot wahrnehmt, wo Ihr die Kirchen leider zu Ostern nicht persönlich betreten könnt.

Das Plakat könnt Ihr hier  als PDF ansehen.


Bis bald im Netz oder persönlich,

Euer Jörg, Elsey am 6. April 2020